Und wer sagt, ob die bereits zugefügte Sahne nicht von minderer Qualität ist? Ein Blick auf die Zutatenliste vom IGLO Rahm- Spinat läßt noch einen ganz anderen Verdacht aufkommen. Da sind Zutaten drin (siehe Fußnote 2), die geeignet sind, Käse zu simulieren. Denn wer macht schon an Spinat Magermilchpulver, Molkenerzeugnis (was das auch immer sein mag) und Pflanzenöl, wo doch ein Stich gute Butter oder etwas angebratener Speck angesagt wäre. Industrie-Köche haben eben keine Ahnung, wie man ein wohlschmeckendes Spinatgemüse kocht, das auch Kinder mögen.
Es ist also total unbefriedigend, daß es nur noch selten TK-Spinat pur zu kaufen gibt. Unklar ist
derzeit, ob das mehr ein Problem des Einkaufs der Supermarkt-Ketten oder eine bewußte Steuerung der
Hersteller ist. Im Internet war das jetzt nicht recherchierbar. Und von den Supermarkt-Leuten hört
man die unterschiedlichsten Ausreden. Nun verspricht z. B. IGLO auf dem Spinat- Paket, daß es alle
per E-Mail an vbinfo@iglo.com eingereichten Fragen gern beantworten
wird. Mal sehen, was die sagen.
[mehr]
Europa auf Abwegen
Neo-liberaler bürgerfeindlicher EU-Kurs muß endlich gestoppt werden /
Bürger wollen keine Einschränkung von Verbraucherrechten /
Jetzt droht Boykott der Europa-Wahl
Es ist vor allem die Wirtschafts- und Industrie-Lobby [1], die angesichts des enormen Demokratie-Defizits einen großen Einfluß auf die Politik unserer ‚EU-Regierung‘ nehmen konnte und noch immer nehmen darf. Das in Urwahl gewählte EU-Parlament hat hingegen kaum etwas zu sagen. Volksabstimmungen zu Sachfragen gibt es noch immer nicht. Als Ergebnis kommt dann
|   | |
| Nur 34 % der EU-Bürger gaben an, bei der Europa- Wahl Anfang Juni ihre Stimme abgeben zu wollen. | |
|
Das ergab eine Umfrage unter mehr als 27.000 EU-Bürgern Anfang des Jahres, die das Europa-Parlament in Auftrag gegeben hatte. Seitdem hat die EU- Kommission reichlich dazu beigetragen, daß sich immer mehr Europa-Skepsis unter EU-Bürgern breitmacht. Neuester Schildbürgerstreich zur ‚Entmachtung‘ des Europa- Parlaments: Die EU-Verpackungsrichtlinie. |
|
Gesunder Wettbewerb ist eine feine Sache. Wenn aber der EU-Regulierungvorgeber alle Schranken fallen läßt, dann entsteht Chaos und Anarchie. Da Europas Bürger viel schlauer als die meisten Politiker sind, entsteht dadurch ein enormes Frust- und Verdruß-Potential, denn die (ohnmächtigen) Bürger durchschauen natürlich das falsche Handeln der EU-Kommissare. Es äußerte sich bereits darin, daß in Frankreich, den Niederlanden, Irland und vermutlich auch in Tschechien die Bemühungen um eine neue EU-Verfassung in Referenden am Volkswillen scheiterten. Bei der Anfang Juni anstehenden Europa-Wahl wird es die nächste Quittung für die Versäumnisse in der EU-Politik geben. Noch mehr Bürger werden der Wahl fernbleiben.
|
||
Und dabei müßte doch alles getan werden, um die EU zu stärken. Aber: Spätestens seit der Lehman-Pleite vom 15. September 2008 wissen wir alle, daß der neo-liberale Ansatz nicht taugt, um eine Gesellschaft vernünftig zu organisieren. Die wissenschaftlich unbegründete Ideologie der Marktradikalen ist im Großexperiment total gescheitert. Dennoch darf am Karsamstag (11.4.2009) in der EU eine auf diesem falschen Gedankengut beruhende und den Verbraucherschutz abbauende Verpackungsrichtlinie in Kraft treten, die es Handelsunternehmen ermöglicht, Kunden regelmäßig zu betrügen. Niemand auch in Deutschland nicht hat die Notbremse gezogen. [mehr]
Nun sind Rückrufe angesagt
14.4.2009 (khd). Es geht hier um die Kritik am neo-liberalen Kurs
der EU-Kommission, nicht um die
europäische Integration, zu der es keine Alternative gibt. Wir brauchen ein starkes und einiges
Europa einen starken Euro, um künftige Herausforderungen bestehen zu können. Aber
damit ist natürlich nicht verbunden, daß sich Brüssel in der Finanzkrise ausgerechnet
von Experten aus der Finanzindustrie
beraten läßt, die dafür bekannt sind, maßgeblich zur gegenwärtigen Krise
beigetragen zu haben. Das ist schlichtweg töricht, denn es gibt genug unabhängige Experten mit
Durch- und Weitblick.
Auch im regelrechten Privatisierungswahn der letzten Jahre sehen viele Europäer die EU-Kommission eher als verlängerten Arm der Wirtschaft, wodurch ihre Interessen mit Füßen getreten wurden. Denn was sollen Regeln, womit sich aus Schulden große Gewinne machen lassen, das Trinkwasser oder das Tramfahren zum Rendite-Objekt verkommt. Es grenze fast an ein Wunder, daß diese Kommission nicht auch noch die Atemluft zum Objekt der Gewinn-Maximierung erkoren hatte, hört man.
Jetzt hat aber die EU mit ihrer neuen Verpackungsrichtlinie eine ähnliche Schildbürgerei aufgelegt. Alle Verbraucherschützer sehen in dieser EU-Verordnung ein Instrument zum Kundenbetrug. Denn das Preisevergleichen wird sehr erschwert. Die Lobbyisten [1] haben sich in Brüssel voll durchgesetzt. In einer Volksabstimmung wäre diese kundenunfreundliche Regelung niemals durchgekommen.
Die EU-Kommission hat hier Schwachsinn hoch 3 zum Nachteil aller Verbraucher produziert [2], der schleunigst eingesammelt gehört. Die EU begründete ihren Unsinn mit der Möglichkeit für Produzenten, nun innovative Produkte (Originalton im D-Radio) anbieten zu können. Und das CSU-geführte Bundeswirtschaftsministerium (WiMi) setzte jetzt noch einen Dummschwatz oben drauf (dpa): Die Freigabe der Packungsgrößen eröffnet den Herstellern Spielraum für Innovationen und Ideen. Insider Prof. Baumgarten enttarnte dann Ostern im Berliner Tagesspiegel die wahren Hintergründe für die Aushebelung soliden Verbraucherschutzes. Hinter der vom CSU-WiMi verfolgten Idee steckt nichts anderes als die lukrative Manipulations-Möglichkeit für die Produzenten.
Wer aber so deutlich den Betrug am Kunden propagiert, der darf sich nicht wundern über die niedrige Wahlbeteiligung bei der anstehenden Europa-Wahl oder über bereits gescheiterte Referenden. Es wäre intelligente Europa-Politik, noch vor der Europa-Wahl am 7. Juni diese unsinnige EU-Verpackungsrichtlinie zurückzurufen.
Und so wollen sich als Konsequenz aus diesem ‚innovativen‘ Schwachsinn, der das Faß zum
Überlaufen brachte, viele Verbraucher ansonsten bekennende Europäer der ersten Stunde
bei der für den 7. Juni 2009 anstehenden Europa-Wahl der wachsenden
Ich-wähle-diesmal-ganz-bewußt- UNGÜLTIG!- Bewegung anschließen,
damit die Parteien endlich aufwachen und sich der Angelegenheiten der Bürger annehmen. Wir
brauchen ein demokratisches Europa der Bürger kein Europa, das durch neo-liberale
Ideolog(i)en und Lobbyisten gesteuert wird, ist immer deutlicher zu vernehmen.
Es wird erwartet, daß die Zahl ungültiger Stimmen stark anwächst. Die Parteien werden
sich in den kommenden Jahren etwas einfallen lassen müssen, um doch noch zu einer
bürgerorientierten (echten) Europa-Verfassung zu kommen. Die in Frankreich, den Niederlanden und
Irland erteilten Denkzettel der Bürger haben bislang nicht ausgereicht, um Europa endlich aufs
richtige Gleis zu setzen...
Anmerkungen:
Viele ‚Good Banks‘ braucht die WeltDiesmal ist ganz besonderer Protest angesagt
15.5.2009 (khd). Die noch immer an reichlich Demokratie-Defiziten krankende EU hat ihren Murks in den
letzten 4 Wochen nicht einkassiert. Auch ist es der zu stark lobbyhörigen EU-Kommission
trotz aller Erkenntnisse seit dem Lehman-Crash nicht in den Sinn gekommen, ihre volkswirtschafts-
schädlichen Privatisierungs-Direktiven ersatzlos einzusammeln.
[1] Allein im dicken Verzeichnis The European Public Affairs Directory sind über 30.000 Lobbyisten und
Institutionen aufgeführt, die alle Europas Politik in ihrem Interesse massiv beeinflussen wollen. In
Wirklichkeit sollen es aber noch viel mehr sein.
[2] Und das Europa-Parlament hat dann auch noch gepennt, als die Kommission 2004 um eine
Stellungnahme
bat, denn auch im Parlament hatten vielfach die Neo-Liberalisten das Sagen.
Mehr zu diesem Thema:
[06.04.2005:
Stellungnahme zur Verpackungsrichtlinie des EU-Parlaments] (EU-AMTSBLATT)
[23.03.2009:
Würden Sie diesen Finanzexperten trauen?] (NACHDENKSEITEN)
[08.04.2009:
Weniger Ware fürs gleiche Geld] (DER TAGESSPIEGEL)
[12.04.2009:
Die Wirtschaft freut sich] (DER TAGESSPIEGEL)
[15.04.2009:
Die EU-Kommission stößt an ihre Grenzen] (WIENER ZEITUNG)
Was wird nun aus den ‚toxic papers‘? /
Der Londoner Weltfinanzgipfel wußte es nicht /
Versuch einer Lösung
|
|   | |
| In den nächsten Jahren, sagen wir mal 10 Jahre, sollten alle Banken mit einer Eigenkapital- Rendite von höchstens 34 % oberhalb des jeweiligen Leitzinses der EZB zufrieden sein. Das muß angesichts des enormen Fehlverhaltens reichen! | |
|
Das empfehlen sachkundige Bürger den Banken und Politikern Ende März 2009, nachdem diese noch immer nicht das Problem der Kreditklemme gelöst haben. |
|
Aber erst wenn diese ‚Wert‘-Papiere von dieser Welt verschwunden sind, kann die Krise wirklich überwunden werden. Es gibt inzwischen Abschätzungen, daß das Gesamt-Volumen dieser Relikte des Finanzmarkt-Wahns weltweit durchaus über 33 Billionen Dollar (33.000.000.000.000 $) betragen könnte [1]. Nun kann man das nicht einfach im Feuer verbrennen und alles wird gut. Deshalb kam ja in den USA auch früh die Idee der Einrichtung von ‚bad banks‘ in staatlicher Regie auf, an die alles Wertlose verkauft werden sollte. Das hat sich aber als wenig realistisch herausgestellt auch schon deshalb, weil niemand einen angemessenen Preis für diese ‚virtuellen Papiere‘ zu nennen weiß. Zudem hätte das Schaffen von ‚bad banks‘ sowie das Frisieren der Bank-Bilanzen das unschöne Ergebnis, die Betrüger, Lügner und Diebe mit ihren Gewinnen davonkommen zu lassen. Eine Weltwirtschaft kann damit sowieso nicht angekurbelt werden.
Die erste Aufgabe dieser Co-Banken wäre das Aufkaufen der positiven Teile ihres Bad-Gegenübers,
wozu vor allem der Kundenstamm und das Personal gehört. Die Co-Banken agieren in dieser Phase wie
Heuschrecken: Sie sollen die alte Bad-Bank aussaugen. Dort verbleibt eine Hülle samt dem ganzen
Murks, die dann in die Insolvenz geführt und abgewickelt werden wird. In einer späteren Phase
wenn die Krise klar überwunden ist werden die Co-Banken verkauft, wobei die
Alt-Anteilseigner in geeigneter Weise bevorzugt werden können.
Vermutlich ist das der einzige sinnvolle Weg, wie wieder bei Banken Vertrauen einkehren kann. Um so
mißlicher ist es, daß der Londoner Weltfinanzgipfel der Frage, was aus den ‚toxic
papers‘ werden soll, kaum Aufmerksamkeit schenkte, wie das heute auch Josef Joffe im
Tagesspiegel anmerkte (siehe Kasten auf Seite 4 der
PDF-Fassung). Es ist
natürlich die Frage, ob ausreichend qualifiziertes Führungspersonal für die neuen Banken
zur Verfügung steht, das nicht dem alten marktradikalen Denken verhaftet ist.
[mehr in der PDF-Fassung]
Anmerkungen:
Es ist eine fundamentale FinanzsystemkriseEine Lösung?
Da liegt es nahe auf folgende Idee zu kommen: De facto sind mehr oder weniger alle bestehenden Banken
heute ‚bad banks‘. Warum sollte man dann nicht sobald die neuen strengen
Finanzmarktregeln international stehen Banken vom Typ ‚good bank‘ von den Staaten neu
gründen, auch mit Kapital ausstatten und mit neuem Führungspersonal versehen? Das wäre ein
kompletter Neuanfang. Zu allen bestehenden Banken, die das wünschen, sollten solche
vertrauenswürdigen Co-Banken gegründet werden beispielsweise eine Deutsche Bank
cf (cf = certified), eine Bank of America cf, eine UBS
cf usw.
[1] Diese Abschätzung geht vom Nominalwert aus. Mitte April 2009 schätzt hingegen
der Internationale Währungsfonds (IWF) die bisherigen und künftigen Verluste infolge fauler
Papiere auf weltweit nur 4,054 Billionen Dollar (3,14 Billionen Euro). Der Großteil der Verluste
werde mit 2,7 Billionen Dollar durch Ramschanleihen und faule Krediten aus den USA verursacht,
heißt es in einem Bericht. Aus europäischen Papieren ergäben sich 1,2 Billionen Dollar
Verlust, aus japanischen 149 Milliarden Dollar. Bei diesen IWF-Zahlen ist zunächst die vorgenommene
Papier-Bewertung unklar. Sie können deshalb durchaus zu niedrig sein. Außerdem haben die
meisten Finanzinstitute das wahre Ausmaß ihrer Verluste noch immer nicht eingeräumt.
[mehr]
Mehr zu diesem Thema:
[29.03.2009:
G20-Gipfel Lücken auf der Agenda] (DER TAGESSPIEGEL)
[05.04.2009:
Geldvernichter ohne Haftung] (DER TAGESSPIEGEL)
[09.04.2009:
Finanzmathematiker unterschätzten Risiken] (khd-research)
[21.04.2009:
IWF: Finanzkrise hat 4 Billionen Dollar vernichtet] (GOOGLE)
Was die marktradikalen Neo-Liberalisten
selbst herbeiführten /
Gelingt es nach Banken- und Welt-Wirtschaftskrise, eine ökologische Soziale
Marktwirtschaft global zu etablieren?
|
|
Nun möchte man meinen, daß jetzt die reichen Länder wirklich alles daransetzen, um möglichst schnell zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen Gesamtlage zu kommen. Aber im Vorfeld des Londoner Weltfinanz- Gipfels am 2. April 2009 gibt es erst mal wieder Streit um die ‚Glaubensrichtung‘ die grundsätzliche Marschrichtung der Krisenbewältigung. Dabei geht es um die Frage, ob erst die Konjunktur mit weiteren staatlichen Maßnahmen (Konjunkturprogramme) angeregt werden soll oder erst der Finanzmarkt reguliert werden soll. Die USA wollen weitere Konjunkturprogramme, wobei sie von China, Großbritannien und Japan unterstützt werden. Die schnelle Regulierung der Finanzmärkte wird von Ländern der Euro- Zone bevorzugt. Auch die Bundeskanzlerin Merkel (CDU) setzt ihre Priorität auf die Reform des Finanzsystems vor Konjunkturstützung.
Zwar verwundert es, daß nach einem ganzen Halbjahr Krise noch immer nicht die einfachsten Regulierungen des Finanzmarkts realisiert worden sind. Aber eigentlich gibt es gar keinen Gegensatz zwischen den Streitpositionen. Denn man muß beides gleichzeitig in Angriff nehmen. Auch täte es der deutschen Wirtschaft in der Tat sehr gut, auf die Amerikaner zu hören und hierzulande endlich mehr nachhaltige Nachfrage zu erzeugen, um zumindest einen Teil der großen Exportausfälle zu kompensieren.
Wenn dieser unsinnige Streit nicht schleunigst beigelegt wird, dann kann es durchaus passieren, daß die G20-Länder auf der Konferenz in London zu keinem vorzeigbaren Ergebnis kommen werden. Die Financial Times (London) zog bereits am Wochenende einen Vergleich zur 1933 in London stattgefundenen Konferenz von 66 Regierungen. Dort sollte in der Weltwirtschaftskrise I die große Lösung durch ein abgestimmtes Vorgehen zur Ankurbelung von Wachstum und Handel erreicht werden. Aber daraus wurde wg. des Egoismus’ der Länder nichts. Sollte auch der G20-Gipfel Anfang April scheitern, dann würde sich die Krise sofort um eine Glaubwürdigkeitskrise erweitern. Das derzeit noch vorhandene Rest-Vertrauen in staatliches Handeln wäre völlig verspielt. [weiter zum Krisen-Blog 4]
Nie wieder Nichts!
BERLIN 23.3.2009 (khd). Nach einem halben Jahr der Beobachtung endete vor einer Woche mein
3. Krisen-Blog
zur Finanzkrise alias Bankenkrise alias Wirtschaftskrise. Diese Weltwirtschaftskrise II hat sich
|   | |
|
Die Finanzkrise ist nur ein weiterer Unfall des Kapitalismus. |
|
|
Das meint der stramm konservative George Friedman von der privaten US-Denkfabrik StratFor im texanischen Austin. Und all die vielen marktradikalen Neo-Liberalisten (Hallo Westerwelle, auch Sie und Ihre FDP sind gemeint), die sich derzeit meist hinterm Busch verstecken, denken sicher genauso und wollen schnell wieder die Oberhand gewinnen... [mehr dazu] |
|
Auch wenn Deutschland die nach 1945 erfundene soziale Marktwirtschaft zuletzt kaum noch praktizierte, könnte jetzt eine Neuauflage in der Form einer nunmehr öko-sozial ausgerichteten Markwirtschaft Modell für eine neue Soziale Weltmarktwirtschaft sein.
Eine solche wegweisende Marktwirtschaft zur Überwindung der Strukturkrise des Finanzsystems wird überall dort durch energische Regulierung (Spielregeln) und staatliche Kontrollen begleitet, wo die Gefahr besteht, daß die Handelnden ein falsches Spiel zum Nachteil der Volkswirtschaften treiben könnten. Im Vordergrund müssen dabei die Menschen stehen nicht das Geld. Der Handel mit realen Gütern muß absoluten Vorrang haben, Virtuelles muß geächtet werden. Es darf niemals wieder passieren, daß Banker ihren Kunden ein Nichts verkaufen.
Aber es gibt sehr starke Kräfte, die das System nur etwas reparieren wollen restaurieren wollen, aber im Prinzip alles beim alten belassen wollen. Der amerikanische Vordenker George Friedman gibt im aktuellen Interview eine solche konservative Richtung vor. Es wird deshalb sehr auf die Menschen allerorten ankommen, die ihren Politikern notfalls Beine machen müssen.
Mehr zu diesem Thema:
Kölner Stadtarchiv eingestürzt
[07.02.2009:
Die Systemkrise nutzen (auf Seite 3)] (IG METALL)
[18.02.2009:
Der Kapitalismus ruiniert sich selbst] (TAZ)
[22.02.2009:
Die Kapitalmärkte müssen endlich global kontrolliert werden] (DER TAGESSPIEGEL)
[21.03.2009:
Die Finanzkrise ist nur ein Unfall] (FAZ)
[23.03.2009:
Würden Sie diesen Finanzexperten trauen?] (NACHDENKSEITEN)
Vom Kölner U-Bahnbau-Skandal / Dumme Stadtverwaltung ignorierte monatelang Vorwarnungen / Schlug
wieder mal Colonia Corrupta zu?
|
Offenbar war Kölns Stadtvätern das Bauen einer neuen U-Bahn wichtiger als das sichere Bewahren des Kulturerbes. So eine U-Bahn kostet nur etwa 1 Mrd. Euro ‚peanuts‘ angesichts des vermuteten Billionen-Schadens. Aber welcher intelligente Mensch ordnet auch den Bau einer 3,6 km U-Bahnstrecke im schwierigen Untergrund des Rheintals im Schildvortrieb plus Grundwasserabsenkung an, noch dazu wo es unter einer alten Stadtbebauung lang ging? Wer eigentlich verdient an diesem bereits pannenreichen U-Bahnbau am meisten? (TV-Shot: 3.3.2009 phoenix) |
KÖLN 3.3.2009 (khd/phoenix/d-radio). Diesen Tag werden die Kölner nicht so schnell vergessen wurde doch ihr 1000-jähriges ‚Gedächtnis‘ zerstört. Heute in den Mittagsstunden sackte das große vierstöckige Gebäude des Stadtarchivs an der Severinstraße 222 in desr Südstadt wie ein Kartenhaus in sich zusammen.
|
Alle älteren Artikel findet man im
Archiv:
|
Teil 00: 1986 1996 Teil 01: 1997 1999 Teil 02: Aug. 1999 2001 Teil 03: Jan. Jun. 2002 Teil 04: Jul. Sep. 2002 Teil 05: Okt. 2002 Okt. 2003 Teil 06: Nov. Dez. 2003 |
|
Teil 07: Dez. 2003 Feb. 2004 Teil 08: Feb. Apr. 2004 Teil 09: Apr. Jul. 2004 Teil 10: Jul. Sep. 2004 Teil 11: Sep. Nov. 2004 Teil 12: Nov. 2004 Jul. 2005 Teil 13: Aug. 2005 Feb. 2006 |
|
Teil 14: Mrz. Sep. 2006 Teil 15: Sep. 2006 Sep. 2007 Teil 16: Okt. 2007 Mai. 2008 Teil 17: Jun. 2008 Sep. 2008 Teil 18: Okt. 2008 Mrz. 2009 Teil 19: Ab Mrz. 2009 |
| Und falls Sie auf dieser Seite via Suchmaschine gelandet sind und Ihre Stichworte nicht mehr finden, schauen Sie doch mal in die kürzlich erschienen Artikel. | ||||

